Was ist die beste Sportart um abzunehmen?

Was ist die beste Sportart um abzunehmen?

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Was ist die beste Sportart um abzunehmen?

Frägt man sein Umfeld nach Möglichkeiten um abzunehmen, wird man mit großer Sicherheit als eine der ersten Möglichkeiten „Mache mehr Sport.“ hören. Doch welche Sportart ist hier am besten? Oder gibt es überhaupt eine solche allgemeine, für jeden gültige, Antwort auf diese Frage? Dieser Frage gehen wir heute in diesem Artikel auf den Grund. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen.

Warum sollte ich Sport machen um abzunehmen?

Der Gedanke, mit Sport abzunehmen ist verständlich und gut. Denn durch Sport beeinflussen wir die Kalorienbilanz, indem wir den Kalorienverbrauch erhöhen. Führt dies dazu, dass wir in ein Kaloriendefizit gelangen, nehmen wir ab. Hier ist gleich die erste Schwierigkeit zu sehen:

Sport allein garantiert NICHT, dass Du abnimmst! Erst, wenn Du durch die sportliche Betätigung ein Kaloriendefizit herstellst, wirst Du abnehmen!

Dieser Punkt ist sehr wichtig. Denn allzu viele Fallen einfach „Sport zu machen um abzunehmen“. Doch das kann ganz schön in die Hose gehen. Ich werde diesem Thema in den nächsten Wochen einen eigenen Artikel widmen, aber für’s Erste behalten wir das einmal so im Hinterkopf.

 

Was sind die Kriterien einer guten Sportart, um abzunehmen?

Wie wir eben gesehen haben, wollen wir möglichst viel Energie, in Form von Kalorien, verbrauchen, um so die Kalorienbilanz so stark wie möglich zu beeinflussen. Dementsprechend ist eine Sportart, die die gleiche Menge an Kalorien in der hälfte der Zeit verbraucht, rein auf das Abnehmen bezogen, doppelt so hilfreich.

Je mehr Kalorien die Sportart pro Zeiteinheit verbrennt, umso effektiver ist sie.

Und woran merken wir, dass eine Sportart viele Kalorien verbrennt? Weil sie anstrengend ist! Deshalb bist Du nach einem Sprint auch „so am Ende“ und nach einem Spaziergang (der gleichen Distanz) spürst Du kaum eine Anstrengung.

Je intensiver und anstrengender eine Sportart ist, desto mehr Kalorien werden dabei verbraucht.

Das klingt vermutlich einleuchtend für Dich. Aber Moment mal: Warum machen dann so viele Menschen im Fitnessstudio Kardiotraining mit niedriger Intensität? Das verbrennt doch angeblich „am meisten“ Körperfett?

 

Mythos: Langsames Kardiotraining ist die beste Möglichkeit um Fett zu verbrennen.

Du hast sie vielleicht schon an Kardiogeräte gesehen: Hübsche Grafiken, die anzeigen, wo Deine Herzfrequenz sein sollten, wenn Du Dich in der „Fettverbrennungs-Zone“ befinden willst.

Was steckt dahinter?

Nun, unser Körper benutzt zum Großteil zwei Makronährstoffe zur Energiegewinnung: Kohlenhydrate und Fette. Dabei verbrennt er je nach Intensität der Betätigung unterschiedliche Anteile aus Fett bzw. Kohlenhydraten. Nun hat man herausgefunden, dass Du bei ca. 60% Deiner maximalen Herzfrequenz prozentual am meisten Fett verbrennst. Das ist der Grund, weshalb viele diesen Bereich als „Fettverbrennungs-Zone“ deklariert haben und Dir raten, Dich überwiegend dort aufzuhalten, wenn Du abnehmen möchtest.

Ein fataler Denkfehler.

Denn was zählst, ist die absolute Menge an verbranntem Fett, nicht die prozentuale. 

Ein Beispiel zur Illustration:

Du verbrennst 100kcal durch Spazierengehen. Davon sind 85% aus Deinen Fettreserven entnommen worden. Sprich hast Du in dieser Zeit 85kcal Körperfett verbrannt.
Du könntest aber in der gleichen Zeit auf moderatem Niveau laufen gehen, dann hättest Du 200kcal verbraucht, wovon 100kcal Körperfett gewesen wären.
Oder Du hättest HIIT (Hoch intensives Intervall Training) machen können, z.B. Sprintintervalle, wo Du 500kcal verbrannt hättest und wovon 150kcal Fett gewesen wären.

Siehst Du den Denkfehler? Verwechsle nicht prozentual mit absolut. Fakt ist: Je intensiver und anstrengender Dein Training ist, desto mehr Kalorien verbrennst Du pro Zeiteinheit.

 

Ein Trugschluss: Je effektiver, desto besser

Kommen wir nun zu einem sehr wichtigen Punkt, wenn es um die perfekte Sportart für Dich persönlich geht, um erfolgreich abzunehmen. Denn wenn wir allein auf die Effektivität schauen, vergessen wir einen Punkt, der entscheidend dafür ist, ob Du den Sport auch wirklich für eine längere Zeit durchführst oder es nach einer kurzen Zeit wieder bleiben lässt.

Was das ist? Nun, stell Dir bitte folgendes Szenario vor:

Erik ist fest entschlossen, etwas für seinen Körper zu tun. Er will mehr Sport treiben, um fitter zu werden und etwas an Fett abnehmen. Deshalb beginnt er 3 mal wöchentlich zu joggen. Doch eigentlich magst er joggen nicht, aber weil er gehört hat, dass es gesund sei und sehr gut dafür geeignet abzunehmen, macht er es trotzdem. Zu Beginn ist er hochmotiviert, denn er will endlich etwas ändern und Erfolge sehen. Doch nach ein paar Wochen wird es für ihn immer schwieriger sich zu motivieren. Aus dem anfänglichen „Ich will endlich fitter werden und abnehmen!“ ist mehr ein „Oh nein, nicht schon wieder joggen gehen (müssen)…“ geworden. Und so sehr er auch versucht sich zu motivieren, nach ein paar weiteren Wochen hört er ganz damit auf.

Ist Dir vielleicht schon einmal etwas ähnliches passiert? Dann pass jetzt gut auf. Denn was Erik in unserem Beispiel nicht bedacht hat ist folgendes:

Nur, wenn Dir die Sportart auch Spaß macht, wirst Du sie langfristig beibehalten!

Dieser Punkt ist wirklich sehr sehr wichtig. Denn nur, wenn Du das Sporttreiben auf lange Zeit durchführst und es Dir zu Gewohnheit wird, wirst Du auch Erfolge auf der Waage sehen – die auch bleiben!

Doch was ist nun die beste Sportart für Dich? Wie findest Du das heraus? Nun, da heißt es: ausprobieren! Oder falls Du schon eine Sportart weißt, die Dir sehr viel Spaß macht, dann hast Du sie bereits gefunden!

Ansonsten habe ich hier einige hilfreiche Fragen, wie Du der für Dich besten Sportart auf die Schliche kommst.

 

So findest Du die für Dich beste Sportart

Nimm Dir einen Zettel und einen Stift zur Hand und beantworte in Ruhe folgende Fragen:

  • Welche Sportart hat mir in der Vergangenheit sehr viel Spaß bereitet?
  • Gibt es ähnliche Sportarten, die ich in meiner Umgebung tun könnte?
  • Wie viel Zeit habe ich zur Verfügung um mehrmals wöchentlich Sport zu treiben?
  • Machen mir Einzelsportarten oder Mannschaftssportarten mehr Spaß?
  • Könnte ich zusammen mit einem Freund / einer Freundin Sport machen?
  • Gibt es Sportarten, die ich einmal ausprobieren möchte?
  • Gibt es Sportarten, die mir Spaß machen und die ich auch auf Reisen machen könnte oder wenn ich wenig Zeit habe?

Wenn Du Dir diese Fragen ehrlich beantwortest, wirst Du mit Sicherheit schnell eine passende Sportart für Dich finden. Und falls Dir nicht direkt eine konkrete Sportart einfällt, solltest Du zum einen mehrere Tage über diese Fragen nachdenken und zum anderen einfach mal eine neue Sportart ausprobieren, die Dich interessieren könnte. Denn nur so kannst Du herausfinden, ob sie etwas für Dich ist oder nicht.

 

Die unfairen Vorteile von Krafttraining

Es gibt ein paar „unfaire Vorteile“ von Krafttraining, wenn es um’s Abnehmen geht. Deshalb empfehle ich wirklich jedem, der erfolgreich abnehmen möchte, eine Form des Krafttrainings in seinen Alltag zu integrieren.

Doch was ist nun so „besonders“ an Krafttraining?

 

Vorteil #1: Krafttraining verhindert, dass Du in einem Kaloriendefizit Muskeln abbaust

Wie Du sicher weißt, werden beim Krafttraining die Muskeln beansprucht, sodass sie mit der Zeit stärker werden. Soweit schön und gut. Doch was hat das jetzt mit Abnehmen zu tun?

Ganz einfach. In einer Diät, sprich einer kalorienreduzierten Ernährungsweise, versucht der Körper alle „unnötiven Energieverbraucher“ abzustellen. Das war aus evolutionärer Sicht notwendig, sonst hätten wir sehr wahrscheinlich nicht bis heute überlebt. Muskeln sind solche Energieverbraucher.

Benutzt Du Deine Muskulatur nicht regelmäßig, wird sie Dein Körper in einem Kaloriendefizit langsam abbauen. Das ist fatal! Denn dadurch sinkt Dein Kalorienverbrauch und isst Du nach der Diät wie zuvor, nimmst Du nur umso schneller wieder zu, der gefürchtete JoJo-Effekt!

Das kannst Du ganz einfach vermeiden, indem Du regelmäßig Krafttraining betreibst. Denn dadurch signalisierst Du Deinem Körper, dass Deine Muskeln gebraucht und zwingend benötigt werden und er sie nicht abbauen darf!

 

Vorteil #2: Durch Krafttraining steigt Dein Kalorienverbrauch dauerhaft

Durch Krafttraining werden wir nicht nur stärker, sondern wir bauen auch Muskulatur auf. Diese Muskulatur verbrennt rund um die Uhr zusätzliche Kalorien! Egal ob Du schläfst, arbeitest oder vor dem Fernseher sitzt. Das ist bei anderen Sportarten (besonders Kardiotraining) nicht der Fall. Hier verbrauchst Du nur dann zusätzliche Kalorien, wenn Du Dich auch wirklich bewegst.

Dabei müssen die Frauen keine Angst haben über Nacht zur „Bodybuilderin“ zu mutieren. Diese Angst ist völlig unbegründet. Allein aus hormoneller Sicht ist so ein extremer Muskelzuwachs (ohne Anabolika) nicht möglich. Ganz im Gegenteil: Die Muskeln sorgen dafür, dass der Körper schön straff aussieht.

 

Noch etwas: Krafttraining bedeutet nicht, dass Du zwingend ins Fitness-Studio gehen und Gewichte stemmen musst. Es gibt viele verschiedene Arten von Krafttraining, von denen bestimmt auch Dir eine gefällt. Das können Übungen mit dem eigenen Körpergewicht sein oder sogar die anstrengenden Haltungen im Yoga können dazu gezählt werden!

 

Achtung: Die Ernährung nicht vergessen!

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der optimalen Sportart für Dich. Wenn Du abnehmen möchtest, darfst Du allerdings die Ernährung nicht vergessen!

Selbst die beste Sportart kann eine schlechte Ernährung nicht ausgleichen!

Denn es kann schnell passieren, dass Du all die verbrannten Kalorien und damit Deine Fortschritte mit der Nascherei als „Belohnung für die Anstrengung“ wieder zunutze machst. Genauso solltest Du stets im Hinterkopf behalten, dass Du nur mit der Ernährung und dem Sport garantieren kannst, dass Du ein Kaloriendefizit herstellst.

Schaust Du bloß auf eine der beiden Stellschrauben wird Abnehmen zum reinen Zufallsprinzip!

 

Zusammenfassung

  • Mit dem sportlicher Betätigung beeinflussen wir den Kalorienverbrauch. Er garantiert allerdings nicht, dass Du auch tatsächlich abnimmst.
  • Je mehr Kalorien pro Zeiteinheit verbraucht werden, desto effektiver ist die Sportart.
  • Je anstrengender eine Sportart ist, desto mehr Kalorien verbraucht sie.
  • Spaß ist der wichtigste Faktor für Deine persönliche, optimale Sportart.
  • Krafttraining baut Muskulatur auf, was Dich rund um die Uhr mehr Kalorien verbrauchen lässt.
  • Krafttraining schützt Dich davor, dass im Kaloriendefizit Muskeln abgebaut werden.
  • Ohne auf die Ernährung zu achten, wirst Du mit keiner Sportart Erfolge sehen.

Damit sind wir am Ende des heutigen Artikels angelangt. Ich hoffe Du hast einiges gelernt und weißt schon, welche Sportart Du als nächstes angehen möchtest. Was ist die Sportart, von der Du nicht genug bekommen kannst? Lass mich und die anderen Leser daran teilhaben und schreibe einen Kommentar. Wenn Dir dieser Artikel gefallen hat würde ich mich als Dank sehr über einen Facebook-Like freuen.

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Timo Stephan
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JoJo-Effekt? Nein Danke!