Ist die Waage das optimale Messwerkzeug um schlank zu werden? -

Ist die Waage das optimale Messwerkzeug um schlank zu werden?

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Ist die Waage das optimale Messwerkzeug um schlank zu werden?

Waage

Die Waage wird von fast jedem von uns regelmäßig benutzt. Denn dadurch lässt sich schnell und einfach überprüfen, ob wir in letzter Zeit zu- oder abgenommen haben. Doch führt dies bei manchen Menschen dazu, dass sie sich täglich wiegen und sofort besorgt sind, wenn das Gewicht im Vergleich zum Vortag etwas nach oben gegangen ist. Doch hilft das wirklich? Wie oft sollte man sich Wiegen und wann? Und ist die Waage wirklich so ein gutes Hilfsmittel oder gibt es bessere Alternativen? Um all diese Fragen geht es im heutigen Artikel. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen.

Die Zusammensetzung Deines Körpergewichts

Wenn wir uns wiegen, ermitteln wir die Summe all unserer Bestandteile, aus denen sich unser Körper zusammensetzt. Dies sind im folgenden:

  • Das Körperfett
  • Die Muskulatur
  • Der passive Bewegungsapparat wie Knochen, Sehnen, Bänder und Gelenke
  • Im Körper gespeichertes Wasser
  • Der Darminhalt

Aus allen diesen Faktoren zusammen setzt sich unser Körpergewicht zusammen. Dabei können sich alle außer der passive Bewegungsapparat (unter Annahme eines ausgewachsenen Menschens) mit der Zeit verändern. Manche dieser Bestandteile können sich schneller ändern (vor allem Dein Darminhalt und das im Körper gespeicherte Wasser), wohingegen Muskeln und Fett sich nur relativ langsam auf- bzw. abbauen. Hier zeigt sich schon das erste Problem.

 

Diagramm Körpergewicht
Das Körpergewicht setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Alle schwanken von Tag zu Tag unterschiedlich stark.

 

 

Das Problem mit der Waage

Eigentlich alle von uns verbinden mit der Zahl auf der Waage ein gewisses äußeres Erscheinungsbild von sich selbst. Geht das Gewicht nach oben, assoziieren das die meisten mit einer Zunahme des Körperfettes. Genauso wird eine Abnahme des Körpergewichts von den meisten mit einer Abnahme des Körperfettes in Verbindung gebracht.

Doch das muss nicht zwangsläufig stimmen.

Denn wie wir oben gesehen haben, hat nicht nur das Körperfett allein eine Auswirkung auf Dein Körpergewicht, sondern auch viele andere Faktoren, die wir im ersten Augenblick vermutlich vergessen.

Heißt das, es ist sinnlos sich zu Wiegen? Wie soll ich denn sonst wissen, ob ich an Körperfett zu- oder abnehme?

Nein, es ist keineswegs sinnlos sich regelmäßig zu wiegen. Ich möchte Dir nur zeigen, dass es schadet, wenn Du der Zahl auf der Waage einen zu hohen Stellenwert gibst. Es ist völlig normal, wenn Dein Körpergewicht von einem Tag zum anderen um 1-2 Kilogramm schwankt. Denn dies hängt vor allem damit zusammen wie viel und was Du gegessen, wie viel Du getrunken und wie viel Salz Du zu dir genommen hast. All diese Faktoren beeinflussen nämlich besonders die Bestandteile „Wasser“ und „Darmhinhalt“, die beiden Bestandteile, welche sich am schnellsten ändern können.

Doch es gibt einen Weg, wie Du sicherstellen kannst, dass sich diese Schwankungen in Grenzen halten und die einzelnen Wiegeergebnisse möglichst vergleichbar werden.

Wie Du Dich richtig wiegst, ohne Dich verrückt zu machen

Um die Ergebnisse auf der Waage möglichst gut miteinander vergleichen zu können, müssen die Schwankungen der Bestandteile „Wasser“ und „Darminhalt“ möglichst gleich gehalten werden. Das erreichst Du folgendermaßen:

Du wiegst Dich immer morgens direkt nach dem Aufstehen, nachdem Du auf der Toilette warst

So ist Dein Darm leer und Du hast in der letzten Zeit nichts getrunken, wodurch die Schwankungen auf ein Minimum gesenkt werden. Um zu sehen, ob Du Fett ab- oder zugenommen hast, stehen dir zudem 2 Möglichkeiten zur Verfügung:

  1. Du wiegst Dich nur einmal pro Woche, immer am selben Wochentag
  2. Du wiegst Dich jeden Morgen und berechnest jede Woche einen Durchschnittswert aus allen Messungen der Woche

Für welche der beiden Möglichkeiten Du Dich entscheidest, ist Geschmackssache und bleibt Dir überlassen. Dadurch, dass Du Dein Körpergewicht nun nur noch wöchentlich vergleichst, sparst Du Dir eine Menge an Stress.

Doch selbst diese Methode hat einen Nachteil. Denn Du weißt nicht zu 100%, was du genau zu- oder abgenommen hast. Es könnte sich sowohl um wertvolle Muskulatur als auch um Körperfett handeln. Mit den folgenden zwei zusätzlichen Hilfsmitteln kannst Du dies genauer bestimmen.

Die optimalen Werkzeuge, um Deinen Fortschritt zu messen

Es gibt drei Werkzeuge, die Dir zusammen einen sehr guten Überblick darüber geben, wie sich Dein Körper verändert hat. Lass sie uns der Reihe nach durchgehen.

1.) Die Körperfettzange
Die Körperfettzange, auch Caliper genannt, ist ein hilfreiches Werkzeug, wenn Du Deinen Körperfettanteil bestimmen möchtest. Dazu misst Du mithilfe der Zange an bestimmten Stellen einmal pro Woche die Dicke Deiner Hautfalten. Wird die Hautfalte dünner, hast Du in der vergangenen Woche Körperfett abgebaut. Wird sie hingegen dicker, hast du etwas an Fett zugenommen. Eine solche Körperfettzange findest du bereits für unter 10€ im Internet. Welche Falten du für die einfachste Methode, die sogenannte „3-Falten-Methode“ als Mann bzw. Frau messen solltest, findest du hier. Dabei ist es nicht einmal notwendig, den Körperfettanteil auszurechnen. Allein der Verlauf der Hautfaltendicke von Woche zu Woche reicht aus, um zu sehen, wie sich dein Körperfettanteil entwickelt.

2.) Dein Spiegelbild
Den meisten von uns geht es weniger um das tatsächliche Gewicht auf der Waage. In Wirklichkeit wollen sie schlank aussehen. Um dies zu überprüfen ist es das beste, wenn Du in regelmäßigen Abständen (z.B. einmal pro Woche) Fotos von Dir in Unterwäsche machst. Denn dadurch, dass wir uns täglich im Spiegel sehen, fällt uns der relativ langsame Fortschritt kaum auf. Vergleichen wir hingegen Fotos der verschiedenen Wochen miteinander, sehen wir deutlicher die Unterschiede, was Dich sehr motivieren kann. Denn oft kann die Waage auf der Stelle „stehen bleiben“, wenn du z.B. frisch mit dem Krafttraining angefangen hast und gleichzeitig Fett abbaust und Muskulatur aufbaust. Dein Körperbau verändert sich dadurch stark. Allein an der Waage würdest Du jedoch nichts erkennen.

3.) Die Waage
Auch wenn die Waage allein nicht ausreicht, so ist sie zusammen mit den beiden oben genannten Werkzeugen bestens geeignet, um zu kontrollieren, ob Du Dich auf dem richtigen Weg befindest und Fortschritte machst. Dafür reicht es aus, wenn du wöchentlich Bilanz ziehst zusammen mit den anderen beiden Parametern. Nimmst du z.B. Fett ab aber die Waage bleibt gleich oder steigt sogar, ist dies ein Zeichen dafür, dass Du Muskeln aufgebaut hast.

WICHTIG: Es ist wichtig, dass Du die gemessen Werte dokumentierst. Sonst kannst Du nicht sehen, wie sich Dein Fortschritt über die Wochen hinweg entwickelt hat. Wie Du das tust, ist Geschmackssache.

 

Am Anfang mag es ungewohnt sein, sich solch einer Messung zu unterziehen. Aber mit der Zeit wird es zur Gewohnheit werden und Du wirst es als selbstverständlich halten, Deinen Fortschritt auf diese Weise zu kontrollieren.

Zusammenfassung

  • Dein Körpergewicht setzt sich aus vielen verschiedenen Bestandteilen zusammen.
  • Das Körpergewicht allein, hat noch keine eindeutige Aussagekraft, ob Du Fortschritte machst oder nicht.
  • Du solltest Dich in regelmäßigen Abständen, morgens nach dem Aufstehen nach dem Toilettengang wiegen.
  • Um einen umfassenden Überblick zu haben solltest Du Dein Körperfett, Dein Spiegelbild und dein Gewicht wöchentlich messen.
  • Es ist wichtig, dass Du die Messungen dokumentierst, um die Fortschritte im Laufe der Wochen sehen zu können.

Damit sind wir am Ende des heutigen Artikel angelangt. Ich hoffe Du konntest etwas für Dich mitnehmen und schaust nun entspannter dem Wiegen entgegen. Hast Du etwas nicht verstanden oder hast Du Fragen zum Thema? Dann schreibe einen Kommentar!

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Timo Stephan
Timo Stephan
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