Die Gründe, weshalb so viele Menschen an ihren Vorsätzen scheitern

Die Gründe, weshalb so viele Menschen bei ihren Vorsätzen scheitern feat. Marc Winking

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Die Gründe, weshalb so viele Menschen bei ihren Vorsätzen scheitern feat. Marc Winking

Das neue Jahr hat begonnen und viele von uns nehmen das zum Anlass, sich neue Vorsätze zu stecken. Hast Du Dir vielleicht auch solche Vorsätze gesteckt? Falls ja, dann bist Du hier genau richtig! Heute erfährst Du die Gründe, weshalb so viele Menschen bei Ihren Vorsätzen scheitern – und was DU dagegen tun kannst!

Doch bevor wir loslegen, darf ich etwas verkünden:

Der heutige Beitrag ist ein Gastbeitrag von Marc Winking. Marc betreibt schon seit einigen Jahren selbst einen Blog, der sich rund um’s Abnehmen dreht. Dabei strauchelt er genauso wie jeder andere hin und wieder und lässt uns bei seinem Abnehm-Weg teilhaben. Ich kann Dir nur empfehlen, Dich mal auf seinem Blog umzusehen. Es lohnt sich! Nun aber genug der Schwärmerei. Ich übergebe das Wort an Marc. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen des Artikels 😉

 

Dieser Artikel beschäftigt sich mit den Gründen, warum so viele Menschen bei ihren Vorsätzen scheitern. Er ist der erste Teil der zweiteiligen Artikelserie Warum scheitern so viele Menschen an ihren Vorsätzen und was Du dagegen tun kannst.

Dieser Artikel zeigt auf, in welche 4 Denkfallen wir laufen. Der zweite Teil der Serie (Wie Du Fehler vermeidest und alle Deine Vorsätze erfolgreich umsetzt) ist von Timo auf meinem Blog als Gastbeitrag erschienen und zeigt Dir, wie Du die Denkfallen umschiffst und deine Abnehm-Vorsätze tatsächlich umsetzen wirst.

Definieren der Ziele

Schauen wir mal, wie die Neujahresvorsätze oft im Hirn angegangen werden und warum diese Überlegungen zum Scheitern führen. An diesen Gedanken ist so gut wie alles falsch, aber wahrscheinlich wirst Du Dich darin erkennen:

Der Jahreswechsel hat bei vielen auch die guten Vorsätze mit sich gebracht – nicht rauchen, mehr Zeit für die Familie/Freunde/Affären, auf jeden Fall weniger Alkohol und man müsste ja auch endlich mal mehr Sport machen. Denn ganz oben auf der Liste, wie jedes Jahr: Abnehmen.

Allein dieses Wort (genau wie anderen die davor) – alles Wunschgebilde, an deren Erfüllung niemand so wirklich glaubt. Die Jahre zuvor wurde aus den Neujahresvorsätzen ja auch nichts, man ist zwar älter geworden, aber genauso gefräßig wie zuvor.

Das gemeinste an den Neujahresvorsätzen ist, dass sie tatsächlich am 1. Januar umgesetzt werden wollen, während sich das ganze Land noch bis nach „Heilig Drei Könige“ in der Erholungsphase von Weihnachten und Jahreswechsel befindet – quasi Urlaub von den Feiertagen. Irgendwie ist dieser 1. Januar auch ein weicher Termin, das Umsetzen der guten Vorsätze kann ruhig bis zum 7. Januar warten, die anderen tun ja auch nichts. Oder halt mal sehen, wie man sich bis dahin so fühlt.

Mehr Sport machen ist ja auch irgendwie schwierig, klar, Joggen, das wäre es! Am besten jeden Tag! Aber schon mal rausgeschaut? Das Wetter ist eklig. Und der Gesundheit kann das nicht förderlich sein, wenn man bei dem Wetter ’ne Erkältung heimschleppt. Man würde ja, aber… Und ’ne halbe Stunde schafft man doch eh nicht.

Und Fitness-Studio – man hatte ja schon zwei Mal den langfristigen Vertrag abgeschlossen (dann muss ich ja auch hingehen!) und dann war mal ein paar Mal da und irgendwie ist die Luft raus, die Motivation weg – schon schade um das Geld. Man ist zwar älter, aber genauso faul wie letztes Jahr.


Und? Hast Du dich in den Gedankengängen wiedererkannt?

Dann denkst Du in falschen Zielen und stellst Dir schon ganz am Anfang selbst eine Falle!

Ein Ziel sollte spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert (also auf ein Datum fixiert) sein. Lass uns die Punkte einmal im Schnelldurchlauf zusammen durchgehen:

 

Spezifisch: „mehr Sport“ ist nicht spezifiziert genug, „weniger Alkohol“ auch nicht, „gesünder leben“ und „was Abnehmen“ sind Worthülsen, ohne tatsächlich ein klar definiertes Ziel zu nennen.

Messbar: die obigen Ziele sind nicht messbar, weil sie gar nicht klar spezifiziert wurden. Messbar heisst: 30 minuten Joggen geschafft? 45 Minuten Fitnesstraining durchgezogen, ohne an der Saftbar zu hängen?

Attraktiv: keiner der obigen Gedankengänge lässt die Ziele attraktiv erscheinen, am Schlimmsten unterwandern  schlechtes Wetter und Fitness-Kosten.

Realistisch: jeden Tag Joggen ist eine zu hohe Einstiegshürde. Sport startet man ganz klein und erhöht immer wieder.

Terminiert: der 1. Januar funktioniert nicht aus o.g. Gründen.

Richtig definiert man seine Ziele mit der SMART-Methode (einfach die Anfangsbuchstaben der Punkte oben), wie das geht, erfahrt ihr im zweiten Teil dieser Artikelserie.

 

Warum will ich eigentlich abnehmen?

Wir schauen wieder in einen typischen Abnehmer, der höchstwahrscheinlich an seinen Vorsätzen scheitern wird:

Wenn man in sich hineinhorcht, WARUM man denn abnehmen will, kommen die bekannten Ziele:

Fit und schlank am Strand erscheinen, man will sich ja auch nicht blamieren. Es ist in Badekleidung schon furchtbar, wenn da sichtbar was schwabbelt, was nicht schwabbeln sollte. Vielleicht ist man deshalb auch den Badetempeln aus dem Weg gegangen, üble Erinnerungen. Wenn der Partner auch noch mitleidig belächelt wird, weil er/sie/es es mit einem aushalten muss, furchtbar.

Für den aktuellen Lebensabschnittsbegleiter wäre wilderer, sportlicher Sex natürlich auch toll (wobei der ja auch schon leichter aus der Puste kommt, als damals im stürmischen Kennenlernen).

Gesünder! Der Hausarzt würde sich über bessere Blutwerte freuen, gesagt hat er zwar noch nie etwas, dass man abnehmen sollte, aber er guckt manchmal schon kritisch auf den Blutdruckmesser. Heutzutage gibt es ja auch für alle die richtige Ernährungsform, und wenn man nur das richtige isst, kann man zehn Jahre länger leben.

Hast Du dich wieder erkannt? Mehr Stolperstellen.

Kein oder ein falsches WARUM führt dazu, dass man kein Ziel wirklich erreichen will.

Hier wurden viele Aspekte aus den Wünschen anderer abgeleitet: ‚sie‘ wollen im Schwimmbad nichts schwabbeln sehen, ‚der Partner‘ könnte bemitleided werden oder besseren Sex haben, ‚der Hausarzt‘ freut sich.

Wo ist das eigene WARUM? Das, was Dich wirklich zum Handeln treibt?

Im zweiten Teil wirst Du eine Anleitung finden, die Dir zeigt, wie Du zu einem eigenen WARUM kommst!

 

Eine zu radikale Umsetzung

Und dann gibt es das andere Extrem bei Abnehmern: Die unglaublich große Motivation. (Falls Dir die gerade fehlt und brauchst ein paar coole Sprüche für die Kühlschranktur, hier).

Von einem Extrem (Couch-Kartoffel) wird jetzt ins andere Extrem (Superheld) gewechselt:

Keine Kalorien mehr essen! Sport, bis zum Umfallen! Viel hilft viel!

Leider ist dem nicht so.

Beim Essen wird dann (vor allem von Männern) versucht, von Suppe und Brot zu leben, wenn letzteres überhaupt in die gewählte Ernährungsform passt. Kohlsuppen-Diät, tage- und wochenlang! Nur noch von Südfrüchten ernähren (Ananas Diät), Kohlenhydrate vermeiden (LowCarb, Keto), Fett vermeiden (althergebrachte Diäten seit 50 Jahren), Trennkost (unsinnig, sorry) oder beim Kalorienzählen völlig übertreiben und ein Ziel von 500 kcal täglich anstreben (momentan oft gerade bei den Fettlogik-Anhängern).

Diese radikale Umstellung ist körperlich und geistig sehr anstrengend und unbefriedigend, weil man sich auf einmal von all zu vielen liebgewonnenen Dingen verabschieden muss. Weniger ist mehr. In der ersten Woche mal die Cola weglassen und auf Tee umstellen und die Chips/Schokolade/Eis weglassen, das hat schon gehörig Ergebnisse. Und dann nach und nach gucken, welche Lebensmittel passen in mein Kalorienziel.

Beim Sport passiert das Gleiche: Hoch motiviert stürzt man sich, vollkommen untrainiert, in die ersten 30 Minuten Joggen! Muss ja! Machen andere ja auch! Auch hier ist unbekannt, dass man die körperlichen Leistungen langsam steigern muss, sonst gibt es Seitenstechen, Zerrungen, Verletzungen. Dann ist erstmal Schicht im Schacht und die Motivation dahin. Hier liest Du, wie man das Ziel 30 Minuten Joggen richtig angeht.

Leider verlangen viele Diäten und Sportprogramme im Netz genau das: „Stell dein Leben um! Sofort! Komplett! Wir kassieren jetzt mal ’nen unanständig hohen Betrag für unsere Tipps, das schöne ist ja, wenn Du die versprochenen 15 Kilo in der Woche nicht abgenommen hast, bist Du ja selbst schuld – Du hast unser Programm ja nicht durchgezogen!“

Auf Dauer klappt das so nicht. Der Umstieg in eine gesunde, abnehmgeeignete Ernährung klappt nicht in einer Woche und innerhalb derer ein Sportprofi zu werden, der 1000 kcal am Tag verbrennt, ebenfalls nicht.

In nächsten Teil der Serie zeigen wir Dir, wie man es richtig angeht. In kleinen Schritten und mit dem Entwickeln von gesunden Gewohnheiten.

Du kannst auch gerne mit meinem Abnehmkurs oder den täglichen Challenges, die Dich an die Themen heranführen, den Einstieg finden.

 

Fokus auf Methoden, ohne das Prinzip dahinter zu verstehen

Wir hatten es ja oben schon, diverse Essensregeln (Trennkost, LowCarb, HighCarb, LCHF, Keto, LowFat uvm) versprechen vor allem eins: Einfache Regeln und JA KEIN KALORIENZÄHLEN!

Warum Kalorien zählen im Jahr 2018 immer noch so unangenehm erscheint, ist ein Rätsel (es ist wahrscheinlich dieses Wort, zählen):

Inzwischen gibt es haufenweise Apps, damit man die Kalorien nicht selbst summieren muss, chic und ansehnlich und oft braucht man nur einen Barcode auf der Verpackung scannen und alles ist erledigt. Aber nein, das erscheint zu anstrengend. Gesucht werden Wundermittel, Pillen oder Shakes, die man zusätzlich einnimmt, um ja nur keinen Aufwand zu haben oder den eigenen Lebensstil grundlegend zu verändern.

Ganz ehrlich: Dein Lebensstil hat Dich genau dahin gebracht, dass Du jetzt solche Texte wie diesen hier liest.

Wenn Du das isst, was Du immer isst,

wirst Du das wiegen, was Du immer wiegst.

Solange Du nicht verstehst, wie das mit den Kalorien funktioniert, wirst Du Dich auf solche Wundermittel einlassen.

Solange Du nicht verstehst, was gesunde Ernährung ist, wie viel täglich auf Deinem Teller liegen sollte und was an Sport das Minimum ist, damit Dein Körper gesund bleibt, kurz: Solange Du auf deiner Faulheit bestehst, Dich mit diesen Themen nicht auseinander zu setzen, wirst Du scheitern. Es ist eigentlich ganz einfach, wenn man das Prinzip hinter allen Diäten verstanden hat: Meist seltsame, komische Regeln, die dazu führen, dass Du Deinen Teller nicht mehr so voll laden kannst, wie bislang. Bestes Beispiel ist Trennkost oder Farb-Diäten: Montags nur grünes, Dienstags nur gelbes usw. So unsinnig solche Regeln eigentlich sind, führen sie trotzdem dazu, dass Du in der Auswahl eben eingeschränkt bist.

Allen Diäten liegt jedoch eines zugrunde:

Weniger Kalorien aufnehmen, als man braucht.

Dann MUSS der Körper an die Fettreserven.

Der Rest ist Mythos. Also, setz dich mit deiner Ernährung auseinander, Auch mit Sportprogrammen.

Es ist wichtig, zu verstehen, WAS HINTER DEN METHODEN steckt. Die meisten Diät-Anbieter versuchen, das Wort „Kalorien zählen“ zu vermeiden und erfinden fantastischen Bullshit, um zu verschleieren, dass es IMMER darum geht.

Das mag Dir unter Umständen die Augen öffnen. Wenn Du immernoch nicht genau verstanden hast, was mit Methoden und Prinzipien gemeint ist, dann wird Dir der zweite Teil der Serie gefallen. Dort erklären wir Dir genau diesen Unterschied.

 

Zusammenfassung

Die im Artikel genannten 4 Gründe sorgen dafür, dass ein Abnehmender seine Vorsätze nicht umsetzt:

  • Falsche Definition der Ziele, SMART-Prinzip nicht beachtet
  • Fehlendes WARUM, das einen antreiben sollte
  • Zu radikale Umstellung, statt Schritt für Schritt vorzugehen
  • Fokus, auf Methoden, statt den Sinn dahinter zu verstehen

Wie man all das löst, erwartet Euch in Teil 2 dieser Artikelserie. Dort erklärt euch mein Blog-Kollege Timo Stephan dann auf meinem Blog, wie Du die eben genannten Fehler umgehen kannst.

Ich bedanke mich für Deine Aufmerksamkeit. Viel Erfolg,

Euer Marc 🙂

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